Deutsche Meisterschaften Leichtathletik 2020

Mentale Stärke im Leistungssport. Dass die verrückten Zeiten und die momentanen Einschränkungen im Sport auch die Profis nicht kalt lassen, konnte man wunderbar bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig beobachten.

Das anfängliche Konzept ohne die längeren Laufdisziplinen wurde öffentlich auch von einigen Sportlern stark kritisiert und so einigte man sich am Ende doch darauf, alle Disziplinen starten zu lassen.

Alle schienen zufrieden. Doch wie sehr Veränderungen im Wettkampfablauf und Umwelteinflüsse die Mentale Stärke von Leistungssportlern beeinflussen kann, konnte man Live miterleben.

Gesa Krause bricht Rennen ab

Gesa Krause, die sich im Vorfeld lange für Ihre Disziplin eingesetzt hatte, scheiterte nach eigener Aussage mitunter am Wetter. In einem Statement des ARD Kommentators Ralf Scholt in seinem aktuellen Podcast war zu hören, dass es unmittelbar vor den Laufwettbewerben regelrechte Peergroups gab, die sich gegenseitig aufputschten, gegen einen Start unter den gegebenen Wetterbedingungen zu stimmen.

Es wurde plötzlich der Termin angezweifelt und die Reihenfolge der Wettbewerbe. Naheliegend, dass dies auch Krauses Leistung mit beeinflusste. Auch die Bedingungen ohne Zuschauer im Stadion zu laufen, die Kommentare aller Trainer durch das leere Stadion zu hören und die Tatsache des extrem beschränkten Betreuerumfeldes werden einen Einfluss auf die Mentale Stärke gehabt haben.

Alina Reh gewinnt 5000m

Wohl dem der sich im Vorfeld damit auseinandergesetzt hatte. So ging Alina Reh nicht nur als Gewinnerin der 5000 Meter Disziplin durchs Ziel, sondern bewies auch die richtige Einstellung als Sie im Interview verlauten ließ, dass das Wetter doch ein hervorragender Test auf die kommenden Olympischen Spiele gewesen sei. Mit dieser Einstellung kann da wohl nichts mehr schief gehen.

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